Gemeinsame Vereinbahrung

Innensenator, alle drei Gewerkschaften und Vertreter des Mahnmals unterschreiben ein Papier

Am 30.04.18 wurde durch den Innensenator von Berlin Andreas Geisel und den Gewerkschaften DFeuG, Ver.di und GdP eine Gemeinsame Erklärung unterzeichnet, die 6 Punkte zur Verbesserung der Situation der Berliner Feuerwehrleute enthält:

1. Einführung der 44-Stunden-Woche bei der Berliner Feuerwehr
2. Erhöhung und Ausweitung der Feuerwehrzulage
3. Vergütung der geleisteten Überstunden
4. Eingruppierung der Notfallsanitäterinnen und -sanitäter
5. Geeignete Maßnahmen zur Reduzierung der Alarmzahlen
6. Fortsetzung der Gespräche

 

3 Gedanken zu „Gemeinsame Vereinbahrung“

  1. Was hat sich für die Kollegen der Feuerwehr geändert? Nichts. Es werden die AZ-RTW´s verteilt so dass man noch mehr RTW fahren muss.
    Die Kollegen bekommen im mittl. Dienst eine Nachzahlung von 36 € und der gehobene Dienst eine von780 €. Super gemacht liebe Gewerkschaften.
    Es sind kaum noch 24 Stundenschichten möglich für die RDV´s (Rettungsdienstverantwortliche) weil sie nur auf dem RTW verheizt werden. Und wenn ein RDV dann mal eine 24 Stundenschicht machen kann, dann kann er auch noch für 4 Stunden auf dem RTW eingekloppt werden.
    Klasse Erleichterung.
    Dafür haben die Feuerwehrmänner 5 Wochen Tag und Nachrt in ihrer Freizeit an der Tonne gestanden.

    1. Es hat sich einiges verändert, anderes braucht noch ein wenig Zeit.

      Die 350 Kollegen, die sich an der Tonne die Beine in den Bauch gestanden haben, haben einen Grundstein gelegt. Zum ersten Mal haben die Gewerkschaften an einem Strang gezogen und zum ersten Mal wurden die Feuerwehrleute als eine eigene Fraktion wahrgenommen.

      Erreicht wurden außerdem folgende Punkte:
      – Auszahlung der Überstunden zu 100% oder 80% und Freizeitausgleich,
      – Beförderungsstau auflösen (1000 Beförderungen)
      – Entfristung der Tarifbeschäftigten
      – Überstunden nur noch nach Vereinbarung
      – Feuerwehrzulage auch für andere rückwärtige Dienste
      Weiterhin wurde in der Leitstelle nach unbestätigten Angaben das Personal verstärkt (keine Neueinstellungen, eine Aufstockung), es ist unter bestimmten Bedingungen möglich abzugeben oder nicht zu beschicken. Weiterhin wird perspektivisch der Bereitschaftsarzt öfter aktiviert und es soll mehr an Krankentransporte abgegeben werden. Manche Dinge benötigen leider etwas Vorbereitung, führen aber wie die geplanten Kampagnen auch zu einer Reduzierung der Alarmzahlen.
      Wie man der Presse entnehmen kann, wird seitens der Politik daran gearbeitet, die Besoldung schneller anzupassen.

      Aktuell sind die Ergebnisse für die Einsatzkraft und den Bürger nicht spürbar. Das Personal ist noch nicht mehr, die Besoldung immer noch nicht höher. Trotzdem beinhaltet der erreichte Kompromiss ein Volumen von über 70 Millionen Euro. Um Kollegen der Feuerwehr dazu zu bewegen nicht abzuwandern, oder sogar neues, ausgebildetes Personal dazu zu gewinnen, reicht das erste Ergebnis bei Weitem nicht aus. Aber es wurde ein Stein ins rollen gebracht. Die Unterstützung von Bürgern und den Medien ist unglaublich groß und es handelt sich um Wähler… Die Petition läuft weiter und wird zusätzlich dafür Sorge tragen, die Aufmerksamkeit zu erhalten.

      Dem Aufruf sich zum 1. Mai nochmals geschlossen zu präsentieren und darauf aufmerksam zu machen, dass die Ergebnisse der Gespräche unzureichend sind und die Feuerwehr mehr, vor allem Geld, benötigt, wurde von den Kollegen nicht wahrgenommen. Hier präsentierten lediglich 15 Personen (teils nicht Feuerwehr) die 3800 Kollegen und „Berlin brennt“. Die Tonne ging auf ihre vorerst letzte Reise und brannte symbolisch. Die Medien vor Ort nahmen Notiz von der Aktion, genauso wie die anwesenden Politiker (unter anderem Herr Müller).

      Den Gewerkschaften jetzt den Rücken zu kehren und für die Fehler der Politik verantwortlich zu machen, ist meiner Meinung nach zu einfach.
      Erste Schritte sind getan, jetzt heißt es, weiter gehen und nicht stehenbleiben. Die Frage ist nur, wer kommt mit?!

  2. Hallo.
    Wann kann der normale OBM mit einer Beförderung rechnen ?
    Das heißt, ein Rettungssanitäter bzw. RS2000 ?
    Ich meine nicht die NotSans !
    Ich hätte gerne einen Zeitrahmen ? 2 Jahre ?
    Viele der von mir genannten OBM sind seit 20 – 25 Jahren dabei ! Die Zeit drängt ! Sie haben den RD und damit den Dienstbetrieb in den letzten Jahren überhaupt noch am Leben erhalten. Wann werden sie endlich belohnt ?
    Es ist aus deren Augen eine Unverschämtheit, das junge Kollegen, die gerade erst 5-15 Jahre bei der Fw sind bereits nach den wenigen Jahren HBM bzw. HBMZ werden . Wo bleibt hier die Anerkennung für die hohe Leistungsbereitschaft der Kollegen in den vielen Jahren ?
    Und welche Aufstiegsmöglichkeiten auf der Wache hat man im Moment als Classic Einsteiger ohne zukünftige NotSan Ausbildung ? Gibt’s dann eine Zweiklassenfeuerwehr ?
    Heinz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.